Samstag, 28. Juni 2025
Im Alter von 25 Jahren traf ich jemanden, an einem Abend,es war der Abend bevor er ins Krankenhaus musste.
Ein kleiner Mann, von der körperlichen Gestalt, nicht dick, nicht ausgesprochen dünn, mit einem freundlichen Gesicht, welches häufig lächelte.

Er war nicht sonderlich muskulös, eher jemand von nebenan.

Bei ihm war ein Gehirntumor diagnostiziert worden und er würde am nächsten Morgen erfahren, ob er daran sterben würde, oder evtl eine Chance habe zum Überleben, wir sprachen von ein Uhr Nachts, bis kurz vor fünf.

Er war sehr sympathisch und konnte gut erzählen.
Er hatte Fotobände dabei, vor 25 Jahren hatte nicht jeder Smartphone und die Aufnahmen von ihm und seinem Bruder zeigte er mir als Erstes.

Sein Bruder war etwa einen Kopf größer als er und hatte auch dieses gewinnende Lächeln, was beide sofort sehr sympathisch machte. Sie standen nebeneinander, zwei Menschen aus den USA mit Wurzeln im Süden, in Südamerika.

Er erzählte mir, dass sein Bruder gestorben war.
Für den Bruder war es sofort so, dass er sofort sein Leben aufgeben musste.
Er musste etwas tun und tat etwas

Er entnahm den Bänden Fotos, die ihn auf vielen Wegen zeigten. Reporter hatten ihn gesehen und angefangen über ihn und seinen Bruder zu berichten, und er wurde in kleinen Orten fotografiert, auf langen Wegen, in bergigen Terrain, ebenso wie beim Durchqueren langer, sehr trockener Passagen die durch das Land der USA führten.

Er war sehr lange gegangen und er war auch für seinen Bruder gegangen, jeden einzelnen Schritt.

Ich war im Krankenhaus, im Alter von 25 Jahren um meine Nase untersuchen zu lassen, ich hatte einen harten Kopfstoß von einem Gast erhalten und ich musste in die USA reisen, um dort das Schwimmen Spezialfach absolvieren zu dürfen.

Ich hatte viele Schichten in einer Bank gearbeitet, neben dem Kellern, um es finanzieren zu können.

Die Reise stand an und meine Nase durfte nicht gebrochen sein.

Es vergingen bange Minuten im Wartezimmer, dann erhielt das Ergebnis, die Nase war nicht gebrochen, nur geprellt, ich konnte reisen.

Derjenige, der mir den Kopfstoß verpasst hatte, hatte mir angeboten mich zu trainieren. Der meinte dass sehr ernst, ich hörte ihn beim Telefonat zu, doch ich lehnte ab.

In den USA bei dem Mann am Tisch, er war ganz anderes als er, er hatte keine Aggression, so sanft und gleichzeitig so entschlossen in seinem Leben, seinen Handlungen.

Er beeindruckte, weil er gar nicht beeindrucken wollte.

Seine feinen Gesten, seine Mimik, seine Ausdrucksweise, wir sprachen Englisch miteinander, er war für mich weit besser zu verstehen, als Texaner, die ich getroffen.hatte.
Alles an ihm war bescheiden, eigentlich war eher der Stille, der kaum gehört wird.

Wenn ich selbst bei mir vergleiche, ein Zeugnis aus der Arbeit mit Kindern aus dem Jahr 2015 und das Zeugnis aus dem 2025 fällt mir auf, dass ich tatsächlich besser geworden war. Beide Jobs sind von der Anlage unterschiedlich gewesen, der eine Job war in einer Kita, wo ich als Motopäde beschäftigt gewesen war und mit den ganzen Frauen vor Ort zurecht kam musste; die Chefin erinnert nach 10 Jahren noch an mich und lässt veranlassen, dass mir noch ein Zeugnis ausgestellt wird ( Ich hatte einen Wasserschaden in einer Wohnung in Essen und das Zeugnis und vieles andere von mir war zerstört worden).

Die Beschäftigung war finanziell nicht sonderlich lohnenswert, da 60.Kilometer Anreise hatte,hin und zurück 120 Kilometer; und es waren nur 20 Stunden, ich habe noch was anderes dazu machen müssen.

Das Zeugnis als Assistenzkraft aus dem 2025 beinhaltete mehr qualifizierte Arbeit ( jedoch hatte ich offiziell keine Vorbereitungszeit). Ich habe in der Stelle unterrichtet, Kinder in verschiedenen Sportarten und Sportangeboten.

Das Zeugnis ist ein sehr gutes Zeugnis. Der Bereich betraf Grundschulkinder und Menschen mit Assistenzbedarf (verschiedenen Behinderungen; ich bin drei Mal von demselben Arbeitgeber aus, mit Behinderten Menschen auf Freizeit gereist, gekocht und Fußball mit einem Kollegen zusammen für die Menschen mit der Beeinträchtigung angeboten und Freizeit mit begleitet, incl ein wenig pflegerischer Arbeit); ich muss dazu sagen, ich habe bei der Hephata in Mönchengladbach mal.mitgearbeitet, in der Betreuung von Erwachsenen behinderten Menschen: daß habe nach dem Abbruch nach einem Jahr des Referendariats getan; war leider eine zeitlich beschränkte Arbeit.

Wenn Menschen wie ich zum Arbeitsamt gehen, hören die häufig ihr Studium ist nix mehr wert und sie haben mal drei Jahre in einer Verwaltung mitgearbeitet, auch das ist nix mehr wert.

Ein Master habe ich keinen, nie die Möglichkeit gehabt zu machen. In der BRD heißt das dann Hilfjobs machen, doch in zwei oder drei Jahren sind sowieso draußen.

Das heißt vielleicht noch zwei Chancen, wenn' s.hochkommt eine Kontinuität eines Berufes aufzubauen.
Das hört sich hart an, das ist die Realität für viele Menschen.

Hilfsarbeiter nimmt lieber jüngere Menschen in vielen Bereichen und bei qualifizierteren Stellen bis die maximal.in der vierten Reihe dran, dh erst wenn drei andere vor dir "nein" gesagt zu der Stelle aus Gründen, hast du eventuell eine Chance diese Stelle zu bekommen, "nein" selbst zu sagen..

Viele Stellen sind nicht gut.

Offiziell habe ich nicht unterrichtet, sondern nur Sportangebote für Kinder angeboten oder für Menschen mit Behinderungen, und Kinder mit erhöhten Förderungsbedarf in Kleingruppen.

Das ist ein Unterschied, im Referendariat hatte ich eine eigene Sportklasse mit 24 Schülern ( es war eine 5 Jahrgangsstufe an einem Gymnasium gewesen, dass hatte Spaß gemacht).

Wenn ich heute in einer Sporthalle, mit 8 Kindern reingehe, oder draußen auf einem Platz mit 14 Kindern arbeite; macht das auch Spaß. Man muss auf sehr viele Dinge dabei achten.

Fußball spielen habe ich im Verein immer nicht gemocht; mit 12 Jahren war ich in einem Fußball zusammen geschlagen worden; nachdem ein Freund und ich ziemlich bei einer fußballerischen Übung gewesen waren. Wir nur einmal da, doch die Jungs haben uns nicht einfach gehen lassen; haben meine Kumpel gesagt er würde lügen; ich bin dazwischen gegangen; dann haben sie mich zusammengeschlagen.

Gut eins habe ich daraus gelernt mit 12; bist du gut beim Fußball im Verein kriegst Du die Hucke voll.

In der sonstigen Freizeit haben wir viel Fußball gespielt. Da gab s keine Aggression.

Ich habe bei einer Versicherung auf großen Platz gespielt, sogar ein Tor gemacht. Ich habe mit einem anderen Sport atudierten Hallenfußball gekickt; der fand das super, weil er endlich Pässe bekam und wir ein Mittelstürmer vorpreschen hatte können.

Mit einem Sozialpädagogen haben wir zusammen Kinder im Fußball in der Halle trainiert; es gab noch einen Unterschied zum Vereinsfußball der 1990 ziger Jahre; die Bälle in den neunziger war unglaublich hart für die Birne.
Deswegen mochte im Verein auch kein Fußball spielen, der Ball war einfach zu hart; hat man zum Glück geändert. Mit 15 Jahren habe noch mal im Verein Fußball spielen sollen; und dabei hatte ich eine Gehirnerschütterung erlitten.

Ein Ball kam direkt vom Torhüter geschossen, ein anderer Spieler nahm den Volley; und ich war nicht mal einen Meter mit meiner Birne, meine Schläfe getroffen, Lampen aus.

Kommotio wird heute auch sofort in Krankenhäusern überwacht.

Der junge Amerikaner, der viele Nordamerikaner Anfang der 2000 ender auf die Gefahr von HIV, von Aids hingewiesen hatte; hatte selbst weniger Glück.
Bei ihm war ein Hirntumor festgestellt worden und er war bösartig.

Wie kann Schicksal / karma so negativ sein?

Wieso werden manchmal krank? Wieso sterben manche Menschen so früh oder erleiden schwere Schicksalsschläge früh?

Man erinnere sich an eine jüdische Frau, die starb, weil sie nicht mal auf sich geachetet hatte; in der Arbeit für andere.

Der junge Mann, der Bruder hat sein Leben in den Dienst für Menschen gestellt. Er hat damals tödliche Erkrankung hingewiesen ( hatte damit vielleicht sogar beigetragen Menschenleben vor der Ansteckung zu schützen ) und seine "Belohnung war eine tödliche Erkrankung.

Das ist unfair, schreit das Herz in einem.

Vielleicht ist es das?

Anders betrachtet war es vielleicht seine Aufgabe auf seinen Bruder und die Gefahren von Aids damals hinzuweisen?

Sein eigenes Leben hing danach am Faden. Vielleicht war damit die Zeit für andere zunächst einmal abgeschlossen und Zeit von Hilfe von anderen für ihn begann?

Wie man Dinge betrachet, hängt vom eigenen Blickwinkel ab.

Vielleicht spielen sein Bruder und er zusammen Fußball, im Himmel?

"Los muertes" die Verstorbenen ( glaube ich, heißt es glaube ich übersetzt) haben in der lateinamerikanischen Kultur ihren Platz.
Man erinnert sich an sie.

Ea gibt sogar einen Festtag der "Muertes".

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